Aktuelles
27.04.2020
Freie Wähler und SPD bilden Fraktionsgemeinschaft im Obernburger Stadtrat und stellen Anspruch auf Stellvertreteramt des Bürgermeisters
Obernburg/Eisenbach im April 2020.
Am 4.5.2020 konstituiert sich der neue Obernburger Stadtrat. Die FREIEN WÄHLER wurden bei den Kommunalwahlen zur zweitstärksten Fraktion gewählt, fünf Kandidaten zogen für die „Freien“ in den Stadtrat ein. Gemeinsam mit Ruth Weitz (66) werden sie die Fraktionsgemeinschaft FREIE WÄHLER/SPD bilden. Neue Fraktionsvorsitzende ist Hedi Bast, ihr Stellvertreter Joachim Axt. Als Signal und Garant für gute Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg fordern die FW/SPD, das Amt des/der stellvertretenden Bürgermeister*in außerhalb der Partei des Bürgermeisters zu vergeben. Die Fraktion schlägt dafür die angehende Stadt- und Kreisrätin Jessica Klug vor, unter anderem wegen ihrer unvorbelasteten Ausgangsbasis zum ersten Bürgermeister und zu den anderen Stadträt*innen. Außerdem wird dem Stadtrat ein jüngeres und weiblicheres Bild, das den Querschnitt der Bevölkerung nach außen widerspiegelt, insgesamt guttun.
Allem voran ist die 24-jährige im Stadtteil Eisenbach Stimmenstärkste und erzielte insgesamt das drittbeste Ergebnis unter allen 20 Stadträt*innen. Dies sei ein eindeutiges Wahlergebnis, in dem sich auch der Wählerwille klar widerspiegele, so Fraktionsvorsitzende Hedi Bast. Für Ruth Weitz (SPD) ist die Sache ebenfalls klar: „Jessica zeigte von Beginn des Wahlkampfes an ihre Sympathie gegenüber allen Listen und stellte immer wieder ihre Motivation unter Beweis, ohne Parteibrille das Beste für unseren Heimatort erreichen zu wollen.“ Klug selbst hat eine klare Haltung zur Kandidatur innerhalb des Gremiums. „Der erste Bürgermeister und seine Stellvertreter*innen müssen vertrauensvoll zusammenarbeiten. Nur wenn die Ämter über verschiedene Fraktionen hinweg verteilt sind, ist ein ständiger und transparenter Austausch unter allen Stadträt*innen garantiert. So können wir Projekte transparent und garantiert zum Wohle der Bürger*innen gemeinsam voranbringen. Ich strebe mit jedem eine faire und neutrale Zusammenarbeit auf Augenhöhe an.“
Die neue Fraktion hofft kurz vor dem Auftakt der neuen Wahlperiode, dass sich der im Wahlkampf unter den Parteien angeklungene Konsens zur Sachpolitik auch in der ersten Stadtratssitzung wiederfindet. Wie (nicht nur) von den FREIEN WÄHLERN und der SPD immer wieder gefordert und von den vielen Wähler*innen bestätigt, haben Machtspielchen und Kuhhandel sowie das gegenseitige Zuschieben von Vorteilen in einer Bürger*innenvertretung nichts zu suchen. Die Fraktion freut sich daher auf eine tatkräftige, ehrliche und den Bürger*innen zugewandte Wahlperiode im Obernburger Stadtrat 2020-2026.
Obernburg, 29.4.2020