18.06.2021
Freie Wähler Stammtisch am 18.06.2021

Obernburg/Eisenbach im Juni 2021

Der Ortsverband der Freien Wähler konnte sich am 18.06.2021 nach langer Zeit und einigen Videokonferenzen später endlich wieder in Präsenz treffen. Ortsvorsitzende Jessica Klug eröffnete das Infotreffen im Biergarten des Neustädter Hofs. Die vielfältige Runde freute sich, auch 3 neue Gesichter begrüßen zu dürfen. Daraufhin wurden im lockeren Austausch wichtige Themen der Stadtentwicklung besprochen.

Fokusthema bildete die Neuschaffung eines Spielplatzes auf dem „Obernburger Buckel“, da der Standort am Kindergarten Sonnenhügel durch den geplanten Neubau im kommenden Jahr wegfallen wird. 

Der Ortsverband der Freien Wähler setzt sich mit Nachdruck für die zügige Aufnahme der Planung einer geeigneten Ersatzfläche ein. Die angedachte und angeblich notwendige Bedarfsermittlung hält die Versammlung für unnötig und zeitverzögernd. Der Bedarf liegt auf der Hand: der bisherige Spielplatz wird stark genutzt und es gibt für viele Anwohner keine fußläufigen Alternativen. Als möglichen Standort schlägt der Ortsverband z.B. den Auslauf des Kummentalgrabens in der Blumenstraße oder die Grünfläche unterhalb des Pausenhofs der Johannes Obernburger Grund- und Mittelschule vor. Eine Befragung zu Präferenzen von Eltern und Kindern wäre über die Stadtjugendpflege denkbar, womit die Freien Wähler gerne Vorschläge der potentiellen Zielgruppe mit in die Planung einfließen lassen würden.

Allgemein wurde in der Versammlung auch die bisherige Stadtratsarbeit in einem Rundumschlag wiedergegeben. Darunter fällt unter anderem die am kommenden Wochenende stattfindende Open-Air Veranstaltung „Wald Spektakel“ in Zusammenarbeit mit dem AK Kul-Tour und dem Waldhausverein. Die Unterstützung bei der Umsetzung durch die Stadt Obernburg ist Teil des noch laufenden Corona-Maßnahmenpaketes. In diesem Zusammenhang wurde erwähnt, dass die Corona-Hilfsangebote bis zum 31.07.2021 verlängert wurden. Die verlängerte, kostenlose Parkzeit in der Stadt wurde von 20 Minuten auf 30 Minuten angehoben, was aufgrund der hohen Umstellungskosten auch nach dem Corona-Maßnahmenpaket so bleiben wird.

 Ein weiterer Punkt, der zukünftig in der Innenstadt ein wichtiges Thema darstellen wird, ist die Parksituation im Bereich der Sparkasse. Hier werden bald u.a. das Jugendamt und die KFZ-Zulassungsstelle einziehen. Es besteht Klärungsbedarf, wie die Mengen an Kraftfahrzeugen abgefertigt werden können und wo neue Parkplätze geschaffen werden. Alle Anwesenden waren sich einig, dass die Neubesetzung des Gebäudes trotz genannter Hürden einen hohen Wert für die Belebung der Innenstadt hat. Die dritte Bürgermeisterin und Kreisrätin Jessica Klug hatte bereits gemeinsam mit Ratskollegin Ruth Weitz in der Märzsitzung des Kreistags eine Anfrage über den Zeitplan für den Umzug sowie notwendige Absprachen des Landratsamtes mit der Stadt und weiteren Beteiligten gestellt.

Zum Thema der Stellplätze im gesamten Stadtgebiet hat sich in den letzten Wochen in Vorbereitung auf eine neue Stellplatzsatzung auch eine AG des Stadtrats beraten. Stadtrat Markus Hartmann machte sich dafür stark, dass darin neben KfZ auch Fahrräder aufgenommen werden. Es soll festgelegt werden, wie viele Abstellplätze herzustellen sind und welche Mindestanforderungen erfüllt werden müssen. Für eine gut ausgebaute Radinfrastruktur ist die Regelung der Frage der Stellplätze für Räder essentiell.  Obernburg muss dem Trend folge und Lösungen anbieten, um wirklich zu einer fahrradfreundlichen Kommune zu werden.

Auch die schwierige Situation für junge Menschen und Familien in Obernburg, bezahlbaren Wohnraum zu finden, wurde angesprochen. Aufgrund der Flächenlimitation erweist sich das Ausweisen neuer Baugebiete als schwierig. Betont wurde, dass hier großer Handlungswille besteht, während die genannte Problematik strenge Limitierungen setzt. Wie Stadträtin Hedi Bast erklärte, wäre es für Obernburg vorrangig wichtig, den Fokus auf die Innenverdichtung zu setzen. Hier müssen sich Stadt und Eigentümer einigen und in konstruktiven Verhandlungen an einen Tisch setzen. Gerade für junge Familien sind auch weiche Standortfaktoren wie die Neuschaffung des Spielplatzes und die gute Infrastruktur ein wichtiger Punkt, um die Attraktivität der Stadt Obernburg aufrechtzuerhalten. Ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept müsse uns hier Handlungsgrundlagen an die Hand geben, so Stadtrat Joachim Axt, der sich hierfür federführend starkmacht. Wie sieht Obernburg in einigen Jahren aus? Reden und gestalten Sie mit und kommen Sie zu unserem nächsten Treffen. Wir freuen uns!